Selbstakzeptanz oder Selbstoptimierung?

Stell dir vor, du bist auf einer Wanderung und du hast zwei verschiedene Möglichkeiten, diese Wanderung anzugehen:

Version 1: „Ich muss da unbedingt hoch. Alle erwarten das von mir, das macht man als erfolgreicher Mensch so. Ich werde es allen zeigen, wie schnell und perfekt ich diesen Berg bezwingen kann. Ich muss es allen beweisen! Ich muss schneller sein, als jeder andere und ich darf auf keinen Fall stolpern. Umwege kosten viel zu viel Zeit und müssen deswegen unbedingt vermieden werden. Wenn ich scheitere, dann sehen alle meinem Versagen zu, das darf auf keinen Fall passieren! Ganz nach dem Motto: Go hard or go home. Quitters never win and winners never quit!“

Version 2: „Ich will da hoch, egal wie lange es dauern wird. Ich weiß, dass ich absolut nichts tun muss, aber ich will es für mich schaffen. Ich genieße jeden einzelnen Schritt auf dem Weg dorthin so bewusst, dass der Weg noch viel schöner ist, als das durchatmen am Gipfel! Ich habe Spaß beim nach vorne gehen, mache auch mal Pause und genieße die Aussicht. Ich feiere jeden kleinen Schritt und weiß, dass es keine Umwege geben kann, wenn ich sie nicht als solche abwerte. Ich bin meine eigene größte Unterstützung und ich kann mir selber auf die Schulter klopfen für alles, was ich schon geschafft habe. Ganz nach dem Motto: Enjoy where you are on the way to where you’re going.

Welche Version wählst du? Willst du von etwas weg oder zieht es dich zu etwas hin? Musst du oder willst du? Spürst du den Druck, dich selbst optimieren zu müssen, weil du glaubst, dass du nicht gut genug bist, so wie du bist? Oder willst du ein Ziel erreichen, um den Weg zu genießen und das Erreichen des Ziels zu feiern?

Ich glaube wir alle können diese Sätze gar nicht oft genug lesen, hören, sagen und fühlen:

Du bist nicht dein Körper.
Du bist nicht dein Job.
Du bist nicht dein Besitz.
Du bist so viel mehr als das, ganz ohne etwas zu haben oder zu machen.

Du bist genug.

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