Wie du mit Essanfällen und Scham umgehen kannst

Zwei Jahre lang dachte ich, ich wäre völlig allein mit meiner Angst vor ungesunden Lebensmitteln, meiner Angst vor Gewichtszunahme, meinen Kämpfen mit Essattacken und dem ständigen beginnen einer weiteren Crash-Diät… Ich hatte das Gefühl, dass meine Gedanken über Lebensmittel überhand nehmen. In vielen Momenten hatte ich das Gefühl, diesem Teufelskreis nie wieder entkommen zu können.

Aber ich konnte etwas verändern und verhindern, dass sich dieser Kreis immer wiederholt. Ich sage nicht, dass ich jetzt perfekt bin (das ist eh niemand), aber ich habe das Wichtigste beendet: die Selbstzerstörung und meine negativen Gedankenmuster. Ich habe ein Gleichgewicht zwischen den beiden Extremen gefunden und ich glaube daran, dass jeder das schaffen kann! Wenn du also mit emotionalem Essen, Kontrollverlust, Angst vor bestimmten Lebensmitteln und Scham zu kämpfen haben, ist dieser Beitrag genau das Richtige für dich.

  • Ich denke, das Wichtigste ist zu wissen, dass du nicht alleine bist. Jeder Mensch hat seine eigenen wunden Punkte und viele merken das beim Essen, andere merken es vielleicht beim Alkohol, beim shoppen oder in Beziehungen. Nur möchten wenige darüber sprechen, weil wir alle versuchen, so auszusehen, als hätten wir immer alles unter Kontrolle. Es ist in Ordnung, das wir nicht immer perfekt sind und es ist in Ordnung darüber zu reden!
  • Essen und Emotionen sind oft stark miteinander verbunden und deswegen ist es wichtig, die persönlichen emotionalen Auslöser zu kennen. Sei dir der Gefühle bewusst, die in dir aufkommen, bevor ein bestimmtes Verhalten ausgelöst wird. Vielleicht kannst du ein Tagebuch schreiben und dadurch nachvollziehen, welche Gefühle welches Verhalten mit sich bringen. Mit der Zeit kannst du frühzeitiger erkennen, wann du in diese Muster verfällst und neue Gewohnheiten entwickeln, bei denen es nicht um Lebensmittel geht. 
  • Sobald du deine Auslöser kennst, kannst du an diesen arbeiten, wodurch der ständige Fokus vom Essen weggenommen wird. Wenn der Hauptauslöser beispielsweise Stress oder Einsamkeit ist, ist es besser, an der Ursache zu arbeiten, als nur am Symptom. Das bedeutet aber auch, dass du zum Beispiel nach einem Essanfall keine weitere Crash-Diät beginnst. Die würde nur von deinen eigentlichen Themen ablenken. Stell deine Gesundheit (geistige, emotionale und körperliche) vor dein Aussehen und lege mehr Wert auf das glücklich sein als auf das perfekt sein.
  • Sprich in diesem Prozess so liebevoll wie möglich mit sich selbst. Stell dir vor, dein bester Freund oder dein Partner kommt in genau der gleichen Situation zu dir. Was würdest du ihr / ihm sagen? Schreib genau auf, was du sagen würden, und lies es dir selbst vor. Gönn dir die gleiche Liebe und das gleiche Mitgefühl wie der Person, die dir am nächsten steht! Wenn dein innerer Kritiker oder der kleine Teufel auf deiner Schulter versucht, dir etwas anderes zu sagen, dreh‘ diese Stimme schwach und leise und stell dir vor, dass deine guten Gedanken immer stärker, lauter und kraftvoller werden!
  • Es ist in Ordnung, es nicht sofort zu schaffen. Es ist besser, kleine Schritte zu gehen als von Anfang an zu erwarten, dass es perfekt läuft. 
 
 

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